Pfad des Wilden Lebens – Leitartikel des Instituts

(Neufassung vom 21.9.2019)

Mann springt mit Arschbombe in den Fluss
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Aus dem Kopf in den Körper, von der Phantasie zur Erfahrung, vom Festhalten in den Fluss des Lebens zu kommen: Das ist die Richtung unseres neotantrischen Weges. Wir leben bekanntermaßen im Hier und Jetzt, und das ist für uns die wichtigste Botschaft des Tantras. Deswegen bringen wir konsequent auch nur jene Aspekte in unsere Arbeit ein, die wir für geeignet halten, Menschen aus unserer Kultur des westeuropäischen 21. Jahrhunderts bei der Selbst-Entfaltung und der wirklichen, tiefen Begegnung mit sich, dem Gegenüber und der Welt zu unterstützen.

Die Integration unseres animalischen Anteils

Hauptartikel: Vom Durchbruch des wilden Wesens und dem inneren Rieseln

Kleiner Junge steht auf einem Hochplateau vor dem Kopf einer riesigen Giraffe die unten steht und streichelt die Nase
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Eine wichtige Basis unserer Arbeit ist die Integration unseres animalischen, instinktiven, wilden Anteils, unseres spielenden inneren Kindes, unserer triebhaften und unwillkürlichen Natur. Wir glauben, dass dieser innere Anteil von uns, unsere tierischen Natur, oft im Namen von Kultiviertheit und Zivilisiertheit verschüttet ist, dort aber große Energiereserven für eine ganzheitliche Heilung und Entfaltung des Menschen liegen.

Der Pfad des Wilden Lebens bedeutet nicht, dass wir uns zurück entwickeln, sondern dass wir unsere tierische Natur in unser Menschsein integrieren und diese Energie zur Entfaltung unserer Persönlichkeit und zu gelungenen Begegnungen nutzen. In unserem uralten, animalischen Erbe verbirgt sich genau jene Klarheit und Präsenz, genau jene Loslösung aus der Identifikation mit unserem Geist, die wir mitunter durch jahrelange Meditation unter großen Anstrengungen zu erlangen suchen – Sie schlummert bereits in uns, wir müssen nur die Tür öffnen.

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Frau badet nackt in heißer Quelle "Kaiser hot Springs"
Foto: Naketure  Quelle   CC BY-SA 4.0

Wenn wir unsere wilde, instinktive und animalische Seite öffnen, zapfen wir dabei ein Energiereservoir an, das scheinbar unendlich ist. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn die Evolution hat in vier Milliarden Jahren eben auch ein unglaubliches Werk vollbracht, und allem liegt der Impuls zu leben zugrunde. Dieser Impuls, der die Welt durch diese göttliche Schöpfung vier Milliarden Jahre und durch diverse Apokalypsen hindu rch hat wachsen lassen, hat unserer Überzeugung nach auch auf spiritueller Ebene wesentlich mehr Anerkennung und Respekt und die allertiefste Verneigung verdient.

Sich diesem Lebensimpuls ganz zuzuwenden, ein Ja zu unserem tierischen Erbe zu finden und es ressourcevoll in unser Menschsein zu integrieren, ist der Basisgedanke auf dem Pfad des Wilden Lebens. Die Weisheit des Lebens in uns zu entdecken, die Weisheit unserer Vorfahren in unserem Körper zu entfalten, JA dazu zu sagen und uns in den Strom dieser Evolution zu stellen, die über vier Milliarden Jahre hier auf diesem Planeten ein göttliches Werk vollbracht hat: Ein Wunder, was Seinesgleichen sucht, das ist unser tantrischer Weg.

Wir geben keine Form vor

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Jeder kann seine eigene Wildheit entdecken, gleicht sie nun gerade einem Gänseblümchen, einem Bonobo, einer Riesenschildkröte, einem Tiger oder einem Einhorn, je nachdem, wie der Mensch in diesem Moment ist. Es geht gerade darum, dass jeder Mensch in seine ganz ureigene Lebendigkeit findet, die ganz aus ihm heraus strömen möchte. Jeder Mensch darf seine eigene Form für diese Lebendigkeit finden, seine eigene Verkörperung.

Auch, was dabei der nächste Schritt in die Freiheit ist, die Grenzüberschreitung, das Herausgehen aus der Komfortzone, die Entfaltung der tantrischen Persönlichkeit, ist immer ganz individuell. Wir wollen niemandem die Form überstülpen, in der er oder sie sich zu entfalten hat.

Unser Weg in die Befreiung ist – logischerweise – so undogmatisch wie möglich. Wir verneinen dabei keine Traditionen, wir möchten möglichst gar nichts verneinen. Wenn uns eine Tradition für eine Zeit Kraft gibt auf dem Weg der Selbstentfaltung, ist sie sehr willkommen. Wenn sie beginnt uns einzuschränken, ist es Zeit, sie loszulassen. Auch dies ist für jeden Menschen anders.

Gesunde Sexualität, gesunde Persönlichkeit

Autor: Ryszard69 Quelle CC BY-SA 4.0

Begründet auf der indischen Chakrenlehre genauso wie der Bedürfnispyramide von Maslow ist die Sexualität eines unserer zentralsten menschlichen Bedürfnisse. In der indischen Chakrenlehre wird die Sexualität dem ersten und zweiten Chakra zugeordnet, also den beiden unteren Chakren. Die Energie steigt von unten nach oben auf. Das heißt, erst, wenn wir die Themen, die mit unserer Sexualität zusammenhängen, gelöst und befreit haben, steigt die Energie weiter nach oben, z.b. dann ins vierte Chakra, wo wir unsere Herzenergie in die Welt verströmen..

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In der Bedürfnispyramide von Maslow ist es genauso: Zuerst müssen die Basics stimmen, wir brauchen ein festes Dach über dem Kopf, Geld zum Leben, um unsere lebenswichtigen Bedürfnisse wie Essen und Trinken befriedigen zu können. Gleich danach kommt die Sexualität. Erst viel später kommen Bedürfnisse wie Freundschaft, Verbindung zu anderen Menschen, Identitätsfindung.

Und so sehen wir es als zentralen Aspekt unserer Arbeit an, die Basis, die Sexualität mit Hilfe unseres instinktiven, tierischen, spontanen, und impulsiven Seins zu befreien. Hier begegnen sich moderne Wissenschaft und Tantra.  Auf der Grundlage der befreiten Sexualität kann sich dann eine weite, offene und trotzdem geerdete Persönlichkeit entfalten, die auf allen Ebenen schwingen kann: Auf der Ebene der Sexualität, der Ebene des Herzens, der Ebene des Geistes und auf der Ebene der transzendierenden Spiritualität, und sie hat die Freiheit in jedem Moment zu entscheiden, welche Ebene sie jetzt gerade ausleben möchte.

Volker Schmidt weiß in seinem Buch „Untervögelt“ in höchst unterhaltsamer Weise und durch unzählige Quellen untermauert darzulegen, warum wir es anstreben sollten, möglichst viel guten Sex in unser Leben einzuladen. Guter Sex hält uns gesund, guter Sex verbessert unsere Beziehungen, guter Sex läst uns Genuss am Leben finden. Für uns als Tantriker gibt es vor allem einen Grund, langes und intensives Liebesspiel zu praktizieren: Die heilige Lust.

Heilige Lust – die Energie der Schöpfung

Hauptartikel: Shiva & Shakti oder warum Sex und Lust heilig sind

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Wie kann denn Lust jetzt plötzlich etwas Heiliges sein? Mal abgesehen von den alten, tantrischen Schriften, die in wunderbaren, lyrischen Bildern zu dem selben, philosophisch-religiösen Schlüssen kommen, gibt es für Menschen unserer Gegenwartskultur verschiedene Wege, sich dieser Idee zu öffnen und das Heilige in der Lust zu entdecken.

Wir sprachen schon über die Evolution. Die Lust ist ihr Motor. Jeder von uns hat zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und eine Ahnenreihe, die, wenn man sie zurückextrapoliert bis zum Beginn der Zweigeschlechtlichkeit vor ca. 1,5 Milliarden Jahren, an Individuen das Trillionenfache der geschätzten Anzahl von Atomen im für uns sichtbaren Universum übersteigt. Sie alle, lückenlos alle, sind dem Ruf der Lust gefolgt, haben gepoppt, gevögelt, vorher noch ge-einzell-t und zwar erfolgreich bis zum Ende. Nur deshalb sitzt du jetzt hier und liest diesen Text.

Die sieben Sinne sprechen lassen

Hauptartikel: Der Weg des Blinden Mannes

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Es gibt auch einen wesentlich tantrischeren Zugang, einfach, in dem wir unserer Wahrnehmung vertrauen. Was heißt eigentlich wahrnehmen? Es ist eine Entscheidung. Wir entscheiden uns, die Informationen unserer mindestens sieben Sinne für wahr zu nehmen, deren Wahrheit anzuerkennen und – wenn wir konsequent sind – auch Ja dazu zu sagen. Denn warum sollte man etwas negieren, was in diesem Moment schon da ist?

Das Täuschungsmannöver der Biologie

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Wie fühlt sich denn guter Sex an? Richtig: göttlich! Woher kommen diese abstrusen Ideen, diese Gefühle als ein „Täuschungsmanöver der Biologie“, welches „nur“ der Fortpflanzung diene, als etwas Schlechtes, Niederes zu bewerten?  Wir kommen hier in Kontakt mit sehr alten, systemisch bedingten, patriarchalen Schuld- und Schamkomplexen, denen wir uns ebenfalls in unserer Arbeit zuwenden.

Der Gottesdienst an die Existenz

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Wir betrachten die Lust ihrem eigentlichen Wesen nach als die Spannung zwischen zwei Polen, aus welcher heraus Schöpfung passiert. So wie Mann und Frau ein Kind zeugen, zeugen Proton und Elektron Materie, erzeugen Himmel und Erde die bewohnbare Welt, erzeugen Ordnung und Chaos den Fluss der Dinge, erzeugen Yin & Yang das große Ganze. Wenn wir körperlich und seelisch sinnliche, erotische und sexuelle Lust erleben, erleben wir uns im tiefst möglichen Kontakt mit dieser essenziellen Kraft. Darum betrachten wir, Tandana & Chono, unsere sexuelle Vereinigung in mancher Hinsicht als Gottesdienst an die Existenz.

Wer dies einmal wirklich bewusst erlebt hat, begreift schnell, dass Schuld und Scham hier keinen Platz mehr haben. Sie dürfen gehen. Aber wie kommen wir dort hin?

Präsenz im Körper finden

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Der erste und wichtigste Schritt auf dem Pfad des Wilden Lebens ist, immer wieder in unseren Körper zurück zu finden, unseren Körper zu fühlen und sinnlich-physisch zu erleben. Oft sind wir mit unserer Aufmerksamkeit total in unseren Kopf, hängen unseren Gedanken nach, kreisen um bestimmte Themen, spulen immer wieder dieselben Filme ab. Wirklich in den Körper zu finden, in den Körper abzutauchen, radikal aus dem Körper heraus in der Welt zu sein ist die Basis für tantrische Begegnungen, für ein tantrisches In-der-Welt-sein.

Denn der Körper ist unser Gefäß für alle Sensationen und Emotionen, und er ist unsere Perspektive im Sein. Ohne unseren Körper wären wir nicht auf dieser Welt. Unser Körper ist die Materialisierung in der Existenz. Er definiert das Hier und Jetzt, ohne den Körper sind wir in Auflösung überall und ewig, was wir Tod nennen – doch soll der Pfad des Wilden Todes (noch) nicht unser Thema sein.

Wenn wir unseren Körper wirklich umarmen, so wie er ist, ihn da sein lassen, fühlen, beatmen, dann ändert sich alles. In unseren tantrischen Gruppen lernen wir, zu unserem Körper zu stehen, so wie er sich gerade zeigt, mit allen „Makeln“, allen Pickeln, allem, was er hervorbringt, allen freudvollen Seiten, aber auch allen Blockaden und Schmerzen. Wir lernen, wieder auf unseren Körper zu hören, wieder dem zu lauschen, was er spricht, seine Weisheit wertzuschätzen und ihm auf seinen eigenen, ihm längst und schon immer innewohnenden Weg in die Selbstheilung zu folgen.

Der Weg des Staunens

Baby sittzt in der Spühle und hat den Stöpsel entdecktDas Staunen ist ein erstaunlich einfaches Werkzeug, um in die Präsenz zu finden. In diesem Fall nutzen wir die Weisheit des inneren Kindes, des ältesten Seelenanteils aus diesem Leben. Jedes Kind kann staunen.

Wir öffnen weit die Augen, kehren die offenen Hände nach vorn, öffnen den Mund, den Herzraum, das Hara und sogar die Beine etwas, heben den Blick zu dem, was dort größer ist als wir, und trinken die Realität vor uns in vollen Zügen, lassen uns davon durchfluten. So haben wir uns als Kinder die Welt erschlossen, und wir können es wieder tun. Auch dieser Zustand entspricht dem Ziel der Meditation, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Alte Begrenzungen wahrnehmen und loslassen

Namasté, auf Sanskrit, wörtlich „Verbeugung zu Dir“, wird im Tantra als ritueller Gruß und Ehrbezeugung im Sinne von „Ich grüße das Göttliche in dir“ verstanden. Das Göttliche in uns selbst und unserem Gegenüber wahr-zu-nehmen, sich davon berühren und ergreifen zu lassen und es zu verehren, ist eines der wesentlichen Ziele tantrischer Praxis. Aber wie kann ich göttlich sein, mit diesem fürchterlichen Bauch? Mit meinen Ängsten, mit meiner Schuld, meiner Scham? Mit meiner Unzulänglichkeit, meinen Lastern?

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Der Christ legt derlei Dinge gern mit einem „Gottes Wege sind unergründlich“ ad acta, aber so hilfreich und kraftvoll das Werkzeug der Hingabe ist, brauchen wir ja nicht gleich aufzugeben. Der tantrische Weg ist es, immer wieder die Dinge, die uns peinigen, die uns bremsen, die uns begrenzen, wirklich anzuschauen, dort Licht zu machen, wo es dunkel ist, sie zu erleuchten.

Wir wenden uns den Dingen zu und versuchen ein Ja dazu zu finden, das „Es sollte nicht so sein“ loszulassen, denn welchen Sinn hat das noch, wenn es doch sowieso schon ist?

Meist handelt es sich um Gedanken, Glaubenssätze, die ihren Weg tief in unseren Körper gefunden haben. Da zieht sich vielleicht der Magen zu einem Stein zusammen, wenn wir mit Zärtlichkeiten beschenkt werden, die wir meinen nicht verdient zu haben. Da werden die Hände kalt und nass, wenn wir Zärtlichkeiten verschenken, die wir selbst für tollpatschige Berührungsversuche halten.

Es ist wichtig, dass wenn wir solche Glaubenssätze und ihre Verkörperung im Licht unserer Präsenz erkennen, wir sie zuerst wertschätzen, denn sie waren einst Lebensretter – entweder in der eigenen Geschichte oder in der unserer Ahnen oder Lehrer. Sie haben ihre Daseinsberechtigung, ihren Wert, und es ist hilfreich, diese ehemaligen Helferlein mit einem guten Zeugnis zu entlassen: „Danke, dass du für mich da warst, ich komme nun ohne dich besser zurecht.“

Wir werden in unserem Leben oft gesteuert von inneren Antreibern, Regeln, Gesetzen und Tabus, aber sie alle sind erstmal Teil unserer göttlichen Natur, und darum verdienen sie Licht. Im Licht der Präsenz können wir täglich neu entscheiden, welche Diener wir einstellen und welche wir entlassen möchten.

Schuld und Unschuld – Scham und Unverschämtheit

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Es ist schon kurios, was die Sprache uns hier verrät, wer betrachtet schon die Unverschämtheit als etwas Positives? Nein, „Schäm dich!“ ist, sogar heute oftmals noch, ein anerkanntes Werkzeug guter Erziehung. Die Schuld ist böse, aber die Scham macht die Schuld wieder gut. Dass sie uns nebenbei krank macht, uns lähmt, uns die Lebenskraft und die Freude raubt, ist bedauerlich, aber lässt sich nicht ändern. Ist das wahr?

Wenn wir die heilige, göttliche Natur von allem, was wir sind, unsere Lust und Sexualität wirklich in unser Herz lassen, wenn es uns gelingt, sie körperlich und seelisch zu erleben, löst sich das ganze, aus patriarchaler Unterdrückung geborene Scham-Schuld-Gebäude in Wohlgefallen auf. Aber bis dahin gibt es einiges aufzuräumen.

Mutig von der Anpassung zur Freiheit

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Peinlich berührt – wie viele von uns kennen das? Auf körperlicher Ebene beginnt es ja damit, dass wir uns die Reaktionen unseres Körpers in der Öffentlichkeit nicht erlauben, sei es das Gähnen, das Aufstoßen, das Rülpsen, das laut Atmen.

All diese normalen Reaktion des Körpers sind völlig tabuisiert und im Grunde genommen verboten. Warum unterdrücken wir unseren Körper so sehr? Was wäre denn schlimm daran, wenn wir all diese Dinge in der Öffentlichkeit mitbekommen würden?

Und auch das geistige Peinlich-berührt-sein gibt es, vielleicht haben wir eine Bemerkung im Freundeskreis gemacht, die nicht zutreffend war im weitesten Sinne, wo wir uns nicht so ganz auf die anderen eingetunt haben, und nun sind diese peinlich berührt. Aber ist das wirklich unser Problem? Sind wir nur dazu da, die Erwartungen anderer zu erfüllen? Und bloß nichts zu tun, was andere Menschen stören könnte?

Woher kenne ich denn die Grenze des anderen? In den meisten Fällen vermute ich sie nur bzw. projiziere meine eigene Grenze auf ihn, ohne die Seine wirklich zu kennen. Unsere Grenzen sind oft da, wo wir die Neins anderer Menschen vermuten, ohne nachgefragt zu haben. Warum machen wir es so oft den anderen so leicht und uns selbst so schwer? Warum sind die Grenzen der anderen für uns so viel wichtiger als die eigene persönliche Entfaltung? Was vermeiden wir damit?
Bedeutet es, ein soziales Wesen zu sein, mich immer und überall anzupassen? Vielleicht ist ja gerade mein NEIN, mein Schwimmen gegen den Strom, mein Mut, mich anders zu zeigen, mich mehr zu zeigen, was diese Gesellschaft in der Tiefe wirklich braucht.

Alles ins Boot holen

Mädchen im Jungel, Vogel, Elefant und Namasté
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Der Pfad des wilden Lebens ist dazu gedacht, unsere instinktive, tierische und sexuelle Seite wirklich ins Boot zu holen, diese Energie tief in unserem Körper, in unserem ganzen System anzunehmen und zu leben. Wir möchten  sie versöhnen mit unserem modernen, scharfen und leuchtendem Geist und unserem fortschrittlichen Leben. Beides soll nebeneinander stehen und einen gebührenden Platz haben, die Rationalität und Vernunft genauso wie der Instinkt und die Ekstase.

Im kreativen Lebensfluss

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Damit diese Energie, dieser Lebensfluss ungehindert in unserem Körper fließen kann, braucht unser Körper einen entspannten, durchlässigen Zustand. Emotionen wie Angst und Schrecken kontrahieren den Körper aber. Wenn diese Emotionen in unserem Körper sitzen und dort nicht aufgelöst werden, kann die Lebensenergie nicht fließen. In unseren Workshops und Veranstaltungen laden wir ein, blockierte Energie durch Zittern, Schütteln, instinktives Atmen und andere spontane, unwillkürliche Bewegungen in den Fluss zu bringen.

Aus diesem Fluss heraus können wir nachher alles leben: eine erfüllte Sexualität, lebendige Beziehungen, beruflichen Erfolg oder was immer das Projekt unseres Lebens ist. Denn der Flow, in dem sich der Körper befindet, setzt sich fort und wirkt auf unsere Emotionen genauso wie auf unseren Geist.

Unsere Kreativität kann wieder fließen, frei von Angst und hinderlichen mentalen Einschränkungen können wir wieder das werden, was wir eigentlich sind: SchöpferInnen, SpielerInnen, GestalterInnen eines ekstatischen Lebens –- denn die Ekstase ist das tiefste uns innewohnende Gefühl, welches uns zugleich mit der Erde, mit dem Boden, dem Sex, mit der Lust einerseits verbindet und gleichzeitig ein göttliches Gefühl ist, ein Gefühl, welches uns erahnen lässt, wie göttlich jeder Lebenshauch und jeder Lebensmoment ist.

Namasté!

Wir grüßen das Göttliche in Dir
Wir freuen uns auf dich
Tandana & Chono

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