Tantra findet seinen Weg in die “normale Welt”

Unter Nackten: Tantra und die Suche nach Veränderung

So lautet der Titel einer liebevoll sachlichen, berührenden und ehrlichen 45-minütigen Dokumentation eines viertägigen Tantra-Massage-Seminars bei Michaela Riedl, eine der wegweisenden Koryphäen der Tantramassage in Deutschland. Die Doku zeigt die Geschichten einiger TeilnehmerInnen, sie zeigt die Entwicklung der Gruppe in diesem schönen, tantrischen Raum, sie zeigt die Schönheit und die Natürlichkeit der Nacktheit, der Zärtlichkeit und der göttlichen Liebe.

Erstmal einen Dank und einen Kniefall!

Liebe Michaela, wir wissen nicht, wie es dir gelungen ist, aber wir sind dir sehr dankbar dafür, dass du so eine tolle Gruppe von Lernenden motivieren konntest, sich so intim in den Medien zu zeigen, mit ihren Höhen und Tiefen, zwar noch geschminkt, aber ehrlich, berührend und unverhüllt. Wir finden, du hast uns, die wir das Tantra in den Alltag und die breite Gesellschaft tragen möchten, einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Eine innige Herzens-Umarmung von uns!

Und auch, was den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender WDR betrifft, so freuen wir uns über den Mut der Redakteuere und Sendeverantwortlichen, einen solchen Beitrag unverpixelt zu zeigen – das macht auch uns Mut! Wie oft erleben wir in unserer Arbeit das Gegenteil, müssen mühsam Geschlechtsteile und Gesichter unkenntlich machen, oder beim Fotografieren Einstellungen finden, wo auch der letzte Schatten der Brustwarzen oder eines Schamhaares nicht mehr zu sehen sind, und fragen uns öfters schon mal, ob wir derartige Werbekanäle überhaupt nutzen sollen.

Wir empfinden die “Parallelwelt”, in der wir mit unserem Herzen zu Hause sind, doch sehr schmerzhaft als anders. Die strengen Vorgaben des Marktes behindern uns nicht nur bei unserem Marketing. Sie verhindern auch zu zeigen, was auf einem Tantraseminar wirklich geschieht, und so öffnen wir Tür und Tor für alle möglichen Projektionen. Die Geheimniskrämerei um solche Seminare führt dazu, dass wir alle unsere Ängste und Sehnsüchte dort hinein projezieren können – auch wenn die meisten davon mit der Realität nichts zu tun haben.

Screenshot: Unter Nackten: Tantra und die Suche nach Veränderung - WDR - ARD-Mediathek
Noch bis 11.7.2020 verfügbar • JETZT ANSCHAUEN

 

Wenn Menschen sich authentisch zeigen

Auch auf unserem tantrischer Weg, dem Pfad des Wilden Lebens, ist einer der wichtigsten Aspekte, sich authentisch zu zeigen mit dem, was gerade ist, und wer ich bin. Bin ich gerade stark und schön, ist es ja wundervoll. Aber wie oft sind wir schwach, fühlen uns gerade hässlich, ungeliebt, verwirrt oder sonst irgendwie unpassend? In der Doku können wir sehr schön sehen, wie das Leben immer im Fluss ist, ein Gefühl reiht sich ans andere. Manchmal sind wir stärker, manchmal schwächer, wir nehmen es wahr, zeigen uns damit, sprechen das aus, was wir fühlen und uns im Kopf herum spukt, und dann fließt der Fluss auch schon weiter.

Es gibt so viele Ängste, so viele Vorbehalte. Oft meinen wir, die Existenz könnte auf dem Spiel stehen, wenn wir uns in der Öffentlichkeit ehrlich zeigen mit unserem tantrischen Weg. Und dabei wünschen wir uns wohl fast alle, dass die Welt wärmer, freundlicher, herzlicher, liebevoller und sinnlicher wird. Aber wie soll das gelingen, wenn wir uns mit diesen Bedürfnissen nicht zeigen? Wie sollen wir in der Welt Vertrauen gewinnen, wenn wir uns mit dem, was wir tun, verstecken? Ist jemand, der sich versteckt, vertrauenserweckend?

Natürlich gibt es ein Risiko, aber die Welt ist sowieso voll von Risiken, und wir nehmen sie für viel banalere Dinge in Kauf. Ist das Verbreiten von neotantrischen Werten in der Welt nicht auch ein kleines Wagnis wert? Ein Abenteuer? Eine Erweiterung? Ein Über-sich-hinaus-Wachsen in unbekannte Höhen? Wir finden schon, und wir sind tief berührt davon, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen dieses Wagnis eingeht, und all die Menschen, die sich in diesem bemerkenswerten Dokumentarfilm der Welt zeigen.

Wir hoffen, dass euch dieser Film Mut macht!

Namasté

Chono & Tandana

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