Der göttliche Funke – Plädoyer für eine neue tantrische Begegnungskultur

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“  Martin Buber

Als Frau auf dem tantrischen Weg habe ich lange gebraucht, mir aktiv und eigenverantwortlich Begegnungen zu kreieren, die für mich persönlich gelungen und freudvoll waren. Ob es dabei um die Begegnung mit meinem Liebsten, einer Arbeitskollegin oder dem Busfahrer geht, ist dabei einerlei. Immer gibt es die Möglichkeit, jenseits von Zeit und Raum, Name und Status einen Moment von Begegnung mit einem anderen Menschen zu erleben, der uns zutiefst befriedigen kann, uns ein Staunen auf die Lippen zaubert und etwas Besonderes in uns zum Klingen bringt und uns vielleicht sogar an das Einssein aller lebendigen Wesen erinnert. Und er ist das Samenkorn für all unsere Beziehungen.

Alte Schatten

Die Kunst, authentische und nährende Begegnungen zu erleben, und in unmittelbarem Kontakt mit anderen Menschen zu sein, bekommen wir in unserem Leben leider meistens nicht beigebracht, weder von unseren Eltern noch in der Schule noch sonst wo. Und so erleben wir Begegnungen mit anderen Menschen oft eher unbewusst, voller Projektionen, gepaart mit alten Schattenthemen, die wir uns oft nie richtig angeschaut haben. Oft kommen wir in einer Begegnung gar nicht im Hier und Jetzt an, und können so gar nicht wahrnehmen, wer wir wirklich sind und wer der andere wirklich ist.

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Zudem haben wir negative Beziehungserfahrungen oft seelisch nicht aufgearbeitet. Wer schon mal gemobbt oder betrogen wurde, oder einfach nur keine guten Beziehungen erlebt hat, misstraut anderen Menschen oft lebenslänglich und kann sich schwer auf wirkliche Begegnungen einlassen. Die Angst vor negativen Erfahrungen in Begegnungen kann sich ganz verschieden zeigen: entweder vermeidet man nähere oder gar intime Begegnungen, oder man stürzt sich geradezu in diese hinein und wundert sich dann, warum es immer schief läuft. Das trifft auf unsere intimen Beziehungen zu, aber auch Freundschaften, Beziehungen unter Kollegen und mit Familienmitgliedern oder alltägliche Begegnungen.

Teamgeister

Oft spüren wir instinktiv, dass uns im Zusammensein mit anderen Menschen etwas fehlt – aber wir wissen nicht, was es ist. Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten versuchen wir auf der Sachebene zu klären, was vielleicht bestimmte, schwierige Situation entschärfen kann, aber oft nicht die wirkliche Begegnung von Mensch zu Mensch, oder von Mann zu Frau ersetzen kann. Wir haben keine Begegnungskultur entwickelt. In unserer westlichen Zivilisation ist es eher noch unschicklich, jemandem lange in die Augen zu schauen oder persönliche Dinge von Fremden zu erfragen. Wir leben in Jobs und Familien, wo wir funktionieren, wo wir gemeinsam als Team viele Probleme lösen. Und dennoch begegnen wir den Menschen, mit denen wir viel Zeit teilen, oft acht Stunden am Tag nicht wirklich.

So nah und doch so fern

Als ich früher in verschiedenen Büros jobbte, war ich immer wieder erstaunt, wie förmlich der Umgang der Menschen miteinander war, manchmal siezten wir uns sogar noch. Wie wenig wir uns privat mitteilten, wie wenig wirklich nährende Begegnung es gab. Das einzige Mal im Jahr, wo die Kollegen etwas voneinander mitbekamen, war zur Weihnachtsfeier, wenn die vom Chef gesponserten Cocktails für Enthemmung sorgten.

Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, wenn Begegnungen zwischen Mann und Frau oftmals sehr unstimmig verlaufen und letztendlich zu vielen Frustrationen und Verletzungen auf beiden Seiten führen. Männer und Frauen haben oft unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse, das kommt in der Begegnung erschwerend hinzu. Das andere Geschlecht ist anders, oft sehr viel anders, als wir es uns vorstellen können.

Abenteuer Begegnung: Unser tantrisches Kreisritual „Der weiße Stern“

Authentische und nährende Begegnungen zwischen Mann und Frau mit allen Sinnen im Zustand der Präsenz und bei vollem Bewusstsein zu erleben, ist das Anliegen unseres tantrischen Kreisrituals “Der weiße Stern”. Raus aus dem Kopf, rein in den Körper, der Intuition und Herzensweisheit mehr Raum zu geben als der Analyse des Verstandes. Kleine Schritte zu gehen, immer wieder nachspüren, was sich gerade richtig anfühlt. Sich trauen, langsam zu sein, der Grenze und dem Nein immer wieder Raum geben. Sich trauen, Unbequemes zu denken und auszusprechen.

Der Weiße Stern

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Was ist jetzt?

Sich selbst überhaupt ganz zu fühlen in der Gegenwart eines anderen Menschen. Sich trauen, die Komfortzone des gewohnten Handelns zu verlassen und sich Unsicherheit zu erlauben. Nicht zu wissen, was im nächsten Moment passiert, nicht zu wissen, wer ich im nächsten Moment sein werde und wer der andere sein wird. Und immer wieder die Projektionen unseres Geistes, alle inneren Filme bewusst wahrzunehmen und den Fokus einmal darauf zu richten, was in unserem Gehirn eigentlich alles tobt, wenn wir einem Menschen nur in die Augen schauen oder mit ihm ein paar tiefe Atemzüge nehmen.

Dabei lassen wir alle inneren und äußeren Bewegungen da sein – eine Begegnung muss sich nicht schön anfühlen. Wichtiger ist, dass wir uns authentisch und natürlich mit all unseren Gefühlen, unseren Ängsten, Gespinsten und Phantasien zeigen.

Der unbekannte Kontinent uns gegenüber

Es ist eine Entdeckungsreise zu einem fernen, unbekannten Kontinent, zum anderen Menschen, die aufregend sein kann und auch ein wenig Angst macht. Wir laden dich ein, dich auf diese wahrhaft spannende Forschungsreise zu machen: Wer bin ich in Begegnung mit einem anderen Menschen? Wie kann ich mich selbst in einer Begegnung noch gut spüren? Wie kann ich mich und den anderen spüren? Wo ist da das Gleichgewicht? Und wer ist der andere wirklich, jenseits aller Schleier und Verklärungen, die ich auf ihn lege?

Und was ist dieses dritte Element, die Begegnung? Und wie kann ich eine, vorerst kleine und kurze Begegnung mit einem anderen Menschen von vielleicht zehn Minuten mit einer kleinen gemeinsamen Aufgabe für mich erfüllend, nährend und sinnhaft gestalten, egal, wer da vor mir steht? Wie kann ich die Initiative ergreifen und jemanden in eine Begegnung einladen, der gerade Schwierigkeiten hat?

Die Schubladen der Steinzeit

Natürlich gibt es Menschen, denen wir lieber begegnen wollen als anderen. Innerhalb eines Sekundenbruchteils hat unser Gehirn völlig automatisch unsere Umgebung abgescannt und eingetütet in Freund und Feind. Diese Gehirnfunktion stammt aus der Steinzeit und war damals sehr nützlich. Denn, wenn die Sippe abends am Lagerfeuer saß, war es für das Überleben der Menschen existentiell, das Knacken im Gebüsch ganz schnell einordnen zu können: Ganz schnell zu wissen, ob da ein befreundeter Nachbar oder ein Raubtier zugegen ist.

Heute sind wir für gewöhnlich nicht mehr in Lebensgefahr, auch wenn unser Warnsystem sich aufführt, als wäre dies noch immer der Fall. Die Kreisstruktur des Rituals sorgt dafür, dass alle gleich sind. Ob makellos schön, runzlig und faltig, reich oder arm, jung oder alt, “Anfänger” oder “erfahren”, jeder ist ein göttliches Wesen und jede/r ist jetzt und hier deine Chance, Begegnung zu erleben. Der Kreis ist das Rad des Leben: Wir können uns nicht aussuchen, was auf uns zukommt, aber wir können lernen, unser Herz dafür zu öffnen und die wahrhaftige Begegnung zu suchen.

Namaste!

Ich freu mich auf Euch!
Tandana

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