Wenn der Atem Dich beflügelt

Ein Erlebnisbericht zu Wild Life Breath von Steffi

Es war für mich der 2. Besuch des Events „Wild Life Breath“ bei Tandana und Chono. Mein 1. Event durfte ich diesbezüglich im Februar erleben. Und dann kam Corona.

Der 1. Wild Life Breath war für mich bereits sehr spektakulär, welches ich bis heute nicht vergessen habe. Dieses fand damals im Wamos in Kreuzberg statt. Das jetzige am 12.10.2020 fand diesmal im L.A.C.H. im Prenzlauer Berg statt und war mit dem ersten Mal im Wamos nicht zu vergleichen, da der Ablauf ein anderer war. Zu Beginn meinten die beiden, dass sie es immer mehr zu ihrem machen und es entsprechend anpassen, was ich auch sehr gut finde. Schade, dass in der Location das Trommeln der Schamanentrommel ausfallen muss, was damals im Wamos gegeben war.

Wer jetzt denkt, dass es ein lautes unangenehmes Trommeln ist, der irrt. Es war damals total angenehm, sanft und nicht störend. Aber auch ohne die Trommel war es dieses Mal ein faszinierendes Erlebnis und dennoch waren einige Elemente gleich geblieben. Atemübungen, die später im Ablauf mit vorhanden sind, werden im Vorfeld gezeigt, aber muss man sich nicht merken, da es im direkten Ablauf erneut angesagt wird. Mit sanften Stimmen wird man von Tandana und Chono angeleitet. Damit man sie bei dem ganzen Spektakel besser versteht, wird dies über Mikrofone angeleitet. Man kann hören und spüren, dass beide aktiv und intensiv mit uns dabei sind.

Im Hintergrund läuft für alle Phasen im Ablauf die entsprechende einstimmende Musik. Insgesamt sind es nämlich 9 Phasen. Die Musik heizt einen noch zusätzlich an und die Motivation dieser beiden tollen Tantra Lehrer, die für mich angenehme Stimmen haben. Gerade Chono versteht es seine Stimme gezielt und sanft einzusetzen. Aber genauso versteht er es am Ende mit seiner Stimme richtig aus sich heraus zu gehen, lauter zu werden, laut zu rufen, um alles aus uns heraus zu holen. Tandana natürlich ebenso.

Bei dem Programmablauf geht es um Meditation, aus sich heraus gehen und sich nicht zurückhalten, indem man mit dem Gesicht Fratzen schneidet, laut seufzt, gähnt, schreit, sich schüttelt, dehnt, laut heraus atmet mit offenen Mund oder mit geschlossenem Mund und dabei entsprechende das Becken hebt und senkt. Das klingt etwas wie Sport. Ist es auch irgendwo. Es kann sogar anstrengend sein. Aber es ist definitiv gut und förderlich für den Körper. Noch dazu schwitzt man dermaßen. Es ist angebracht T-Shirts zum Wechseln mitzubringen und genug zum Trinken. Man möchte nicht wissen, wie verschwitzt ich beim 1. Mal war. Da empfand ich den Ablauf weitaus anstrengender als jetzt beim 2. Mal, was wohl daran liegt, dass im L.A.C.H. wahrscheinlich nicht alles möglich ist. Denn im Wamos waren wir wesentlich mehr in Bewegung mit tanzen, stampfen, schütteln usw. Vielleicht liegt es auch an Corona. Ist auch nicht so wichtig.

Ich weiß noch, wie ich nach dem ersten Besuch tagelang sehr guten Muskelkater hatte und am Abend nach der Veranstaltung total erledigt war. Damals ging die Veranstaltung insgesamt auch mehrere Stunden mit Pause. Der erste Teil bestand aus der Kundalini Meditation nach Osho und nach einer Pause ging es dann mit dem Wild Life Breath weiter, wo zur Einführung kreuz und quer durch den Raum, wie in Trance, getanzt wurde. Beide Events waren total unterschiedlich, aber bei beiden konnte ich deutlich spüren, wie Energie durch meinen Körper strömte. Es kribbelte überall und in meinen Händen.

Man beginnt dort Dinge zu tun, die man sonst nicht tun würde. Aber genau dort haben sie Raum dafür und sind erlaubt. Man kann sich dort nicht blamieren. Dort lacht keiner. Zudem hat man ohnehin die meiste Zeit über die Augen geschlossen, um sich besser gehen lassen zu können. Das würde ich auch empfehlen. Nach diesen Veranstaltungen kann man also auch schon einmal sehr verschwitzt und fertig sein, aber man ist danach entspannt und fühlt sich gut. Es kann auch passieren, dass man danach davon überwältigt ist, was mit einem an dem Abend passiert ist. So ging es mir nach dem ersten Mal. Aber es flasht einen. Und das positiv. Ich freue mich auf weitere Veranstaltungen mit dem Wild Life Tantra Institut.

Vielen Dank & Liebe Grüße
Steffi

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