Folge 108 – Projektionen verstehen – ein Schlüssel für Tantra und Begegnung

Wild Life Podcast
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Folge 108 - Projektionen verstehen - ein Schlüssel für Tantra und Begegnung
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Wie schnell wissen wir eigentlich, wer ein anderer Mensch ist? Was passiert in uns, wenn wir jemanden sofort sympathisch, unsympathisch, attraktiv, gefährlich, nervig, bedürftig oder „nicht unser Typ“ finden? Und woher wissen wir, ob wir gerade wirklich den Menschen vor uns wahrnehmen — oder vor allem unsere eigenen alten Filme, Ängste, Wünsche und Bewertungen?

Projektionen gehören zum Menschsein. Unser Gehirn sortiert blitzschnell, und das war evolutionär vermutlich ziemlich nützlich. Nur wird es in Begegnung, Liebe und Tantra manchmal schwierig, wenn wir diese inneren Sortierungen für die Wahrheit halten. Dann sehen wir nicht mehr den Menschen, sondern unsere Brille. Wir machen andere verantwortlich für unsere Gefühle, verwechseln Angst mit Gefahr, Scham mit Ablehnung oder alte Erfahrungen mit der Gegenwart. Im Tantra wird das besonders spannend, weil Nähe, Körper, Lust, Scham, Eifersucht und Sehnsucht viel dichter beieinander liegen als im Alltag.

In dieser Folge reden wir darüber, was Projektionen sind, warum sie entstehen, woran du sie erkennen kannst und wie du im Seminar damit umgehen kannst. Wir sprechen über Bewertungen, Beuteschema, Antipartner-Erlebnisse, Grenzen, Ich-Botschaften und die Frage, wie aus einem schnellen Urteil wieder echte Neugier werden kann. Diese Folge ist eine kleine Grundlagen-Lecture für alle, die neu zu uns ins Training oder zur Wilden Woche kommen — und für alle, die verstehen wollen, warum Projektionen erkennen im Wild Life Tantra so ein wichtiger Schlüssel für Selbstverantwortung, Freiheit und lebendige Begegnung ist.

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Wir wünschen lauschige Selbsterkenntnis!
Chono & Tandana

 

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2 Kommentare
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Anon
1 Monat vor

“Jede Bewertung ist eine Projektion und nicht die Wahrheit”. Ich habe persönlich einen sehr lieben Menschen kennengelernt. Ich war dabei in einer sehr vulnerablen Situation. Diese Vulnerabilität und die Suche nach Lösungen und Erklärungen, gekoppelt mit dem moralischen Anspruch, andere Menschen nicht nach ihrem Aussehen zu bewerten, hat dazu geführt, dass ich sehr lange gegen meine Gefühle angegangen bin, bis nichts mehr von ihnen übrig war. Es folgten Identitätsstörungen, Leid bei dem anderen Menschen aufgrund nicht aufgehender Gefühle, Depressionen, Angststörungen mit hochgradiger Unsicherheit. Auch wenn ich viel über Liebe gelernt habe, bin ich bis an den Rand der Existenz gegangen. Und hier wird eure Folge richtig kritisch. Der Mensch hat Gefühle und kurzfristige Beurteilungen und ich wünschte mir, ich hätte ihnen mehr Raum und Vertrauen gegeben. Ja, vielleicht stehe ich einfach nicht auf eine Person, tut mir leid, aber es ist einfach mal so.