Der achtsame Weg in die Nacktheit

Achtsame Nacktheit Blöße Langsam Bewusst Wild Life Tantra Institut BerlinWas für ein Wetter! Wer möchte sich da nicht einfach alle Kleider vom Leib reißen und ärschlinks ins Wilde Leben springen? Vermutlich möchten die meisten das nicht, bei genauem Hinspüren. Jedenfalls nicht einfach so, nicht ohne wenn und aber. Also irgendwie auch schon, in der Fantasie, aber in Wirklichkeit doch eher nicht.

Was ist da los?

In der Konfrontation mit diesem Thema öffnet sich ein eigenes Universum an starken, teils widerstreitenden Gefühlen: Scham, Lust, Angst, Freude, Wut und Sehnsucht sind nur einige davon. Es ist auch ein Universum von Glaubenssätzen, Selbsturteilen, Wünschen und Verboten. Es gibt dort viel zu entdecken und ein entscheidender Teil des Pfades des Wilden Lebens ist es, diese Dinge aus dem Schatten zu holen, Licht darauf zu werfen, sie wahrzunehmen, sich ihrer bewusst zu werden, damit wir aus einer geklärten Persönlichkeit heraus in Begegnung gehen können. Eine befreite Nacktheit hält nämlich viele Geschenke bereit: Sie hilft uns, uns selbst viel intensiver zu spüren, viel unmittelbarer mit der Welt in Kontakt zu sein, mit Mut und Grazie da zu stehen, uns selbst und die Blicke und Berührungen anderer zu lieben und zu genießen.

Der achtsame Weg in die Nacktheit

Am kommenden Donnerstag den 7.6.2018, auf der Wild Life Jam wollen wir uns also diesem Universum widmen, unsere persönliche Welt der Nacktheit und Blöße achtsam erkunden, und die der anderen kennenlernen. Jede/r in ihrem oder seinem Tempo, und immer nur so weit, wie es sich gut anfühlt, wie es gerade spannend ist und passt, wo es schon prickelt, aber noch nicht weh tut.

Wild Life Jam

  • Wild Life Jam

    29. September, 19:00 - 22:00
    |Serientermin für Veranstaltung (Alle anzeigen)

    Eine Veranstaltung um 7:00pm Uhr am 25. November 2018

  • Wild Life Jam

    3. November, 19:00 - 22:00
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    Eine Veranstaltung um 7:00pm Uhr am 25. November 2018

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Die Sprache weiß oft mehr als wir denken

Nervös? Freudig aufgeregt? Etwas ängstlich? – Das Wort „nackt“ klingt an sich ja schon wie eine Ohrfeige. Die Sprache assoziiert damit oft etwas Gnadenloses, wenn sie zum Beispiel von „nackten Tatsachen“ oder der „nackten Wahrheit“ spricht. „Sich die Blöße geben“ impliziert im allgemeinen, sich öffentlich dem Spott und Hohn der wölfischen Menge vorzuwerfen. Aber sie kennt auch die „nackte Unschuld“ und „so wie Gott sie/ihn geschaffen hat“. Das Adams- oder Evakostüm ist ein zweischneidiges Bild, denn im Paradies war Nacktheit nur so lange okay, wie die Erkenntnis von Gut und Böse noch nicht Teil des Bewusstseins war: Als Adam erkannte, dass er nackt war, schämte er sich und wollte nicht mehr mit Gott spazieren gehen. Er versteckte sich.

Sex sells

Scham steckt also, wie wir sehen, sehr sehr tief in unserem kulturellen Erbe. Auf der anderen Seite gibt es eine Medienwelt, die dominiert wird von „Sex sells“ – die uns Normalsterblichen mit einer völlig pervertierten Makellosigkeit in Grund und Boden versinken lässt, wenn wir eingeladen sind, unsere Rettungsringe, unsere Orangenhaut, unsere Beinbehaarung, unsere Leberflecken und unsere sonstigen, Fleisch gewordenen Charakterzüge zur Schau zu stellen. Ein verlogener und bei genauerem Hinsehen eigentlich auch biblisch prüder Sex, der hier verkauft wird, denn die echte Blöße dieser Menschen wird nicht mit Kleidung sondern mit Schminke und High-Tech verhüllt, diese Nacktheit ist all zu oft nur Gaukelei, ein Trugbild.

 

Na toll! Und jetzt?

Das alles ist für die meisten nichts Neues. Aber solche Erkenntnisse machen es in der Praxis oft nicht leichter, sich zu zeigen, um „mal eben“ über diesen Gefühlen zu stehen, die aus unseren Abgründen hoch blubbern, und sich ihnen zum Trotz entspannt und wohl zu fühlen. Was es braucht, ist ein Hinfühlen, ein Erkennen und vor allem ein Annehmen dessen, wie wir uns jetzt gerade mit der eigenen Blöße fühlen, vor der Welt, aber vor allem erst mal vor uns selbst. Erst wenn wir ein echtes „Ja“ zu diesem gegenwärtigen Status gefunden haben, wenn dieser sich gesehen, gehört, gefühlt, und für wahr genommen hält, kann er weich werden und sich in etwas anderes verwandeln. Dann können unsere Herzen langsam freier werden. Es braucht unsere Präsenz dafür, unser Dabei-Sein.

Wir laden Dich ein!

Wir werden am Donnerstag den 7.6.2018 in Dialog treten mit unserer oder unserem inneren Nackten, werden uns darüber austauschen und üben, uns mit den Augen der Liebe zu sehen, uns mit den Ohren der Liebe zu hören. Wir wollen mit Langsamkeit, aber auch mit Freude und Lebendigkeit, mit Einkehr und Meditation, aber auch mit Tanz und Stimme ein Feld der Geborgenheit für eine sichere, entspannte und genussvolle Nacktheit kreieren. Wir werden im offenen Teil des Abends eine Nackttanzparty einläuten, bei der du zu jeder Zeit so viel an- oder ausziehen darfst, wie du möchtest, und bei der wie immer alles möglich ist, was gefällt und was passt.

Wild Life Jam

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    29. September, 19:00 - 22:00
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Wir freuen uns auf dich!

Namasté.
Tandana & Chono

 

Ein Kommentar zu “Der achtsame Weg in die Nacktheit

  1. Hallo,
    sehr schön geschrieben.
    Aber wenn man schon einen Schritt weiter ist, dann merkt man immer wieder wie schwer es einem gemacht wird in der Nacktheit zu leben.
    Ich liebe es bereits seit frühester Jugend nackt zu sein, aber die Gesellschaft gibt einem zu wenig Raum oder versucht es zu unterbinden.
    Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe dann bin ich selbst in wenigen Clubs in Nacktheit willkommen. Ich finde das widerspricht sich so. Wenn ich in einen Club gehe dann ist das noch tiefer was ich dort mache oder zeige als die Nacktheit. Und trotzdem ist ein gewisser Dresscode verlangt. Nicht überall aber leider sehr oft

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